Lateinisches Theaterstück der Klasse 6a

Peleus und Thetis heiraten. Alle Götter sind eingeladen, bis auf eine: Discordia, die Göttin des Streites, die natürlich keiner bei einer Feier dabeihaben möchte. Aus Rache wirft sie einen goldenen Apfel auf die Tanzfläche. Die Worte auf dem Apfel lösen einen unversöhnlichen Streit zwischen den drei Göttinnen Juno, Minerva und Venus aus. Schließlich erhält der trojanische Prinz Paris die Aufgabe, in diesem Streit das Urteil zu fällen. Ihm ist jedoch nicht bewusst, dass seine Entscheidung schwere Konsequenzen haben wird.

Diese berühmte Geschichte aus der griechischen Mythologie, die letztlich den Trojanischen Krieg auslöste, brachten Ende Juli Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a als Theaterstück auf die Bühne. Das Besondere daran: Das Theaterstück wurde komplett in lateinischer Sprache aufgeführt. Mit teils selbst genähten und gebastelten Kostümen ließen die SchülerInnen so die Welt der Antike lebendig werden. Das Theaterstück endete mit einem Ausblick auf die Folgen des Paris-Urteils in Form von Fotos. Auf ihnen hatten die SchülerInnen zentrale Episoden des Krieges nachgestellt, so z.B. den Kampf der beiden größten Helden: Achill und Hektor.

Damit alle Zuschauer dem Inhalt des Stückes folgen konnten, auch wenn sie selbst über nur geringe Lateinkenntnisse verfügten, erstellten zwei Schülerinnen ein Programmheft mit einer Einführung in den Inhalt des Stückes. Bei den Aufführungen kamen dann weitere ungeahnte Herausforderungen auf die SchülerInnen zu: Durch krankheitsbedingte Ausfälle mussten einige Rollen kurz vor Aufführungsbeginn neu besetzt werden. Aber selbst dies meisterten die SchülerInnen mit Bravour. Sowohl die Eltern, denen das Stück im Rahmen eines Klassenabends vorgeführt wurde, als auch Latein-SchülerInnen der 5.-7. Klasse sowie der K1, die an einer zweiten Aufführung teilnehmen durften, waren davon beeindruckt, Latein auch einmal als gesprochene Sprache erleben zu können. So erhielten die SchauspielerInnen der Klasse 6a am Ende der Aufführungen den verdienten Applaus.